Evaluation von Fakultäten und Zentren

Die Fakultäten und Zentren der Universität Wien werden regelmäßig, jedenfalls alle sieben Jahre evaluiert. Die  Evaluationen folgen dem Modell der „Informed Peer Review“ und werden als mehrstufige Verfahren durchgeführt (Selbstevaluation, Peer Review mit Site Visit, Follow-Up).

Die Evaluationen sind als umfassende Evaluationen angelegt, d.h., die Leistungsbereiche Forschung, Lehre und Administration werden gemeinsam betrachtet. Ziele der Evaluierung sind:

  • die Identifikation von Stärken und Schwächen
  • die Unterstützung der Ziel- und Strategiefindung
  • die Generierung von Maßnahmen zur Optimierung und Sicherung der Qualität

 

Das Evaluationsverfahren umfasst mehrere Phasen:

Ablauf der Informed Peer Review

Eröffnung und Abstimmung der Konzeption

In Abstimmung zwischen Fakultät bzw. Zentrum, Rektorat und BEfQS werden Einzelheiten des Evaluationsverfahrens konkretisiert, insbesondere können thematische Schwerpunkte der Evaluation vereinbart werden. Bei Fakultäten mit vielen Instituten, Fächern oder Studien können vorab schriftliche Evaluationen der Curricula sowie der Forschungsleistung einzelner Bereiche (Fächer, Forschungsschwerpunkte) vereinbart werden. Auch die Kriterien für die Auswahl der Peers werden abgestimmt.

Selbstevaluation der Einrichtung

Die Einrichtung verfasst einen Selbstevaluationsbericht, der aus einem Fakultäts- bzw. Zentrumsteil, einem Institutsteil und individuellen Portraits sowie einem Teil der SPL besteht. Verantwortlich für die Selbstevaluation sind DekanIn bzw. ZentrumleiterIn. Die BEfQS stellt einen Leitfaden zur Verfügung und unterstützt die Selbstevaluation durch die Bereitstellung statistischer Daten sowie ggf. weiterer Auswertungen nach Absprache mit der Einrichtung (z.B. Publikationsanalysen in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Szientometrie).

Die Studierenden haben ebenfalls die Möglichkeit, einen Bericht zu verfassen. Beide Berichte werden an die Peers gesandt und dienen als Grundlage für deren Vor-Ort-Besuch.

Vor-Ort-Besuch und Bericht der Peers

Peers (externe, internationale ExpertInnen vom Fach) besuchen die Einrichtung vor Ort (Site Visit), sie haben sich vorab anhand des Selbstevaluationsberichts der Einrichtung sowie des Berichts der Studierenden informiert. Vor Ort führen die Peers in der Regel Gespräche mit Rektorat, Fakultätsleitungen und SPL, InstitutsvertreterInnen, Studierenden, wissenschaftlichem Nachwuchs, usw. Die Peers legen nach dem Vor-Ort-Besuch einen schriftlichen Evaluationsbericht vor, zu dem die Einrichtung Stellung nehmen kann. Bericht und Stellungnahme werden in aggregierter Form veröffentlicht.

Follow-up: Umsetzungsgespräche, Zielvereinbarungen, Monitoring

Auf Basis des Evaluationsberichts der Peers und der Stellungnahme der Einrichtung werden gemeinsam mit dem Rektorat der Universität Wien Maßnahmen festgelegt, entweder im Rahmen der Zielvereinbarungsgespräche oder in separaten Umsetzungsgesprächen. In der Regel werden die Umsetzungsmaßnahmen ebenso wie das Monitoring der Zielerreichung in Zielvereinbarungen zwischen Rektorat und Einrichtung fixiert.

Die Einrichtung kann ihr Scientific Advisory Board (SAB) in den gesamten Evaluationsprozess einbeziehen (z.B. bei der Erstellung des Selbstevaluationsberichts, bei der Stellungnahme zum Bericht der Peers, bei der Festlegung der Maßnahmen im Follow-up).

Vertraulichkeit und Datenschutz

Von Seiten der Besonderen Einrichtung für Qualitätssicherung wird während des gesamten Evaluationsprozesses ein vertraulicher Umgang mit Daten und Angaben der Einrichtung gewährleistet.

Kontakt

Dr. Michael Hofer

T: +43-1-4277-18010
michael.hofer@univie.ac.at